Rottstr5-Kunsthallen | Women In New Media Art: „MEDIENKÜNSTLERINNENLABOR“

Women in New Media
Women in New Media

Rottstr5-Kunsthallen | Women In New Media Art: „MEDIENKÜNSTLERINNENLABOR“

Women In New Media Art (WINMA)Rottstr5-Kunsthallen

MedienkunstfondsWorkshop

Laufzeit: Oktober 2022
Women in New Media Art und Rottstr5-Kunsthallen organisieren erstmalig ein einwöchiges Medienkunstlabor von Künstlerinnen für Künstlerinnen in NRW. Sechs Medienkünstlerinnen erhalten die Möglichkeit sich gemeinsam über ihre Arbeitsweisen auszutauschen, sich kennenzulernen und künstlerisch und technisch zu arbeiten. Bewerben können sich Medienkünstlerinnen auf einen offenen Call.

Bei der Auswahl der Künstlerinnen wird die Vielfalt des künstlerischen Genres der Bewerberinnen berücksichtigt, um einerseits einen interdisziplinären Schaffensprozess anzuregen sowie andererseits unterschiedliche konzeptuelle und technische Ansätze innerhalb der Medienkunst untersuchen zu können. Wünschenswert sind Bewerbungen von Künstlerinnen aus den Bereichen Video- und Klangkunst, Virtual Reality, Robotik, künstliche Intelligenz und Coding sowie Kolleginnen, die hybride oder rein digitale Performance-Formate konzipieren.

Das Ziel des Projektes ist es, Medienkünstlerinnen in einem freien Umfeld zur Schaffung gemeinschaftlicher Werke zusammenzubringen. Inhaltlich steht im Fokus des Labors, die eigene Identität als Medienkünstlerin zu untersuchen. Welche besonderen Herausforderungen müssen überwunden werden? Wie können sich spezifische medientechnische Kompetenzen angeeignet werden? Welche Präsentationsräume und Diskurse existieren und wo finden Medienkünstlerinnen ihre Position?

Begleitet wird das Labor von einer Interviewreihe weiterer Medienkünstlerinnen. Diese hat zum Ziel die Bedarfe und Potentiale zu eruieren und werden filmisch dokumentiert. Die Ergebnisse werden auf einer Projektinternetseite veröffentlicht. Zusätzlich werden die Künstlerinnen vorgestellt.

Diese Ergebnisse sind ein erster Schritt zur Etablierung einer Plattform für Medienkünstlerinnen. Langfristig wird angedacht ein interaktives Netzwerk für Frauen in der Medienkunst aufzubauen.

Das Medienkünstlerinnenlabor findet im Zeitraum vom 10.-15. Oktober 2022 statt. Die Laborantinnen erhalten Infrastruktur gestellt, um ein oder mehrere gemeinsame interdisziplinäre Medienkunstprojekte zu entwickeln.

Am 15. Oktober 2022 werden die Arbeitsstände des Labors in den Rottstr5-Kunsthallen vorgestellt. Begleitet wird diese Präsentation von einer Diskussionsveranstaltung.

Die Jury besteht aus den Organisatorinnen Christine Bödeker, Anastasija Delidova und Roberta de Lacerda Medina (Women in New Media Art) und Seta Guetsoyan (Rottstr5 Kunsthallen).

Women In New Media Art (WINMA) wurde 2020 von Medienkünstlerinnen aus dem Raum Nordrhein-Westfalen zur Entwicklung und Förderung zeitgenössischer Kunst mit neuen Medien aus Künstlerinnenhand gegründet. Die Absicht ist der Aufbau eines Netzwerkes für Frauen in der Medienkunst.
Weitere Informationen über Women in New Media Art (WINMA)

Die Rottstr5-Kunsthallen sind ein Präsentationsort für Transdisziplinäre Kunst und Kulturpolitischen Diskurs. Neben der Präsentation von Profis fördern die Rottstr5-Kunsthallen den künstlerischen Nachwuchs.
Weitere Informationen über Rottstr5 Kunsthallen

Abb.: © Anastasija Delidova | © Dr. Martin Bluma

WORKSHOP | Urheberrechte bei digitalen Veranstaltungsformaten

WORKSHOP | Urheberrechte bei digitalen Veranstaltungsformaten

do, 28. oktober 2021, 16:00 – 18:00 Uhr
ONLINE-veranstaltung

Büro medienwerk.nrwWorkshop

Vor allem bei digitalen Veranstaltungsformaten über internetbasierte Kanäle, mit einer potenziell unbegrenzten Öffentlichkeit, sind Veranstalter*innen und Seminarleiter*innen oft verunsichert, wo die eigene Haftung für gezeigte Inhalte beginnt und endet. Worauf muss im Vorfeld hingewiesen werden? Welche Einverständniserklärung sollte vorab eingeholt werden? Welche Inhalte dürfen in welchem Kontext bedenkenlos gezeigt werden?

Innerhalb des etwa zweistündigen Online-Workshops wird der Referent Dr. iur Till Kreutzer folgende Themenfelder behandeln:

1. Grundlagen des Urheberrechts: Was ist Urheberrecht, wie entsteht und wie endet es?

2. Freie Nutzungen im Rahmen von Kultur und Bildung: Zitate, Satire, Beiwerk, Nutzungen zum Unterrichtsgebrauch (Schulungen, Konferenzen)

3. Nutzung von Online-Inhalten auf Plattformen, sozialen Medien und Webseiten: Verlinken, Embedden, Sharen

4. Rechtssichere Nutzung von Open Content: Creative Commons und die Nachnutzung von freien Bildern, Texten, Videos

Nach jedem Teil gibt es eine offene Fragerunde.

Wir bitten um Verständnis, dass im Rahmen des Workshops KEINE INDIVIDUELLE RECHTSBERATUNG geleistet werden kann und – aus rechtlichen Gründen – werden darf! Solche ist nur im Rahmen eines anwaltlichen Mandats zulässig. Selbstverständlich wird der Referent gern auf individuelle Fragen eingehen. Auf konkrete Einzelfälle bezogene Fragen (etwa: „Ich habe folgendes Projekt, dort sollen Verträge geschlossen werden, wie muss ich … formulieren?“) können im Rahmen der Schulung jedoch nicht beantwortet werden.

Anmeldung bis zum 24.10.2021:
Interessierte (Online-)Veranstalter*innen und (Online-)Seminarleiter*innen können sich kostenfrei noch bis Sonntag, den 24.10.2021 anmelden, per E-Mail an info@medienwerk-nrw.de, bitte mit Nennung des Vor- und Nachnamens, sowie der Nennung des beruflichen Kontexts. Sofern bereits konkrete Fragen vorliegen, können diese gerne schon in der Anmeldemail mitgeteilt werden. Die Anmeldung ist kostenfrei aber verbindlich. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.

Dr. iur Till Kreutzer ist Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler und Publizist. Er ist Mitgründer und geschäftsführender Partner der Rechtsanwaltskanzlei iRights.Law sowie Mitgründer und Herausgeber von iRights.info, dem mehrfach prämierten (u. a. Grimme-Online-Award 2006) Internetportal für Verbraucher und Kreative zum Urheberrecht in der digitalen Welt. Bei den Urheberrechtsreformen in der Informationsgesellschaft ist er vielfach auf nationaler sowie EU-Ebene als geladener Sachverständiger für Regierungen und Parlamente tätig. Er unterrichtet an einer Vielzahl von Institutionen über IT-, Urheber- und Persönlichkeitsrecht.

Das Büro medienwerk.nrw wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Das Büro medienwerk.nrw ist angesiedelt beim Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.

Workshop | Technische Umsetzung digitaler Veranstaltungsformate

Bildschirmfoto 2021-05-06 um 12.44.09
Bildschirmfoto 2021-05-06 um 12.50.12

Workshop | Technische Umsetzung digitaler Veranstaltungsformate

DI, 13. APRIL / 20. APRIL / 27. APRIL 2021, 17:00 – 20:00 UHR
ONLINE-Veranstaltung

Büro medienwerk.nrwWorkshop

Online-Workshopreihe in Kooperation mit dem Landesbüro für Bildende Kunst NRW (LaB NRW): „Technische Umsetzung von digitalen Veranstaltungsformaten“, geleitet durch Jonathan Kastl & Mario Frank, für Künstler*innen, Event- oder Projektmanager*innen, Mitarbeiter*innen der Produktion

In diesem dreiteiligen Online-Workshop führten die beiden Videokünstler Jonathan Kastl und Mario Frank in die technischen und organisatorischen Grundlagen von digitalen Veranstaltungsformaten ein. Sie zeigten alternative Szenarien für verschiedene künstlerische Praxen auf und beantworten Fragen der Teilnehmenden.

Der 1. Workshop-Block „Technische Grundlagen“ fand am 13. April 2021 statt und bot Künstler*innen, Eventmanager*innnen, Projektmanager*innen und Mitarbeiter*innen der Produktion einen Einstieg in die technische Umsetzung von Live-Streams und Online-Konferenzen. Anhand von Praxisbeispielen zeigten die Referenten Funktionsweisen, Interaktionsmöglichkeiten und Limitationen von Streaming-Software, Plattformen und Tools für Videokonferenzen auf. Zudem erhielten die Teilnehmer*innen einen Überblick über die notwendigen Komponenten der Audio- und Videotechnik.  

Am 20. April 2021 fand der 2. Workshop-Block „Alternative virtuelle Raumszenarien“ statt und fächerte verschiedene Möglichkeiten auf, wie technische Setups und Plattformen nicht-intentional und alternativ nutzbar sind, um bspw. in den sozialen Medien Aufmerksamkeit zu erzeugen oder einen interessanten Effekt während einer Online-Veranstaltung zu erzielen. Erweiterte und kreative Nutzungen von Software spielten hierbei ebenso eine Rolle wie spezialisierte Apps für Social Gathering und Games. Weitere Themen waren mehrkanalige Ausspielungen (Livestream + Videokonferenz) und hybride Veranstaltungen.

Im 3. Workshop-Block „Erfolgreiche Umsetzung von Online-Veranstaltungen“ am 27. April 2021 widmeten sich die Referenten dem Projekt- und Ressourcenmanagement. Die Frage »Wie setze ich eine Online-Veranstaltung erfolgreich um?« begleitete die Beteiligten durch diesen letzten Block der dreiteiligen Workshopreihe. Gestalterische Anliegen wie Sprachverständlichkeit, Bildausschnitt, Beleuchtung, Vortragsstruktur und interaktives Design wurden ebenso besprochen wie konkrete organisatorische Fragen zu technischen Anforderungen, Personaldispo, Ressourcenplanung und Techniksupport.

MARIO FRANK ist Integrated Designer, Fotograf, Videokünstler, Audioingenieur und Kulturaktivist. Musikproduktion und Performance als „M.Funk“. Mitbegründer des Kunst- und Designkollektivs KOLLEKTIV33 sowie künstlerische Leitung des gleichnamigen Musik-Labels. Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Kulturvereins „dreidrei e.V.“. Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Literaturinitiative Land in Sicht e.V.. Mitinitiator der Ateliergemeinschaft „INSEL“. Lehraufträge an der Köln International School of Design, Kunsthochschule für Medien Köln und der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Informationen unter www.mariofrank.com.

JONATHAN KASTL ist Bild- und Toningenieur, Videokünstler und Musiker. Seine künstlerische Arbeit umfasst Medienkunst, Video und Sound für Theaterproduktionen sowie diverse Musikprojekte. Als Kameramann und Bildregisseur setzt er Aufzeichnungen und Livestreams für unterschiedliche Auftraggeber*innen um. Daneben unterstützt er Künstler*innen und Institutionen bei der Planung und Durchführung von hybriden und Online-Veranstaltungen. Weitere Informationen unter www.jonathankastl.com. Jonathan Kastl und Mario Frank arbeiten seit 2021 zusammen unter dem Namen frankaflux.

Das Büro medienwerk.nrw, das LaB K und der Workshop werden gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Das Büro medienwerk.nrw ist angesiedelt beim Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.

Process Festival 2018: Foolish Hackathon – Let’s create not-so-smart Homes

Meta Marathon 2019

Process Festival 2018: Foolish Hackathon – Let’s create not-so-smart Homes

SPeicher 100, Dortmunder Hafen
DO, 01.09.2018, 10:00-16:00 UHR

Büro medienwerk.nrwWorkshop

Eine Veranstaltung des Büro medienwerk.nrw in Kooperation mit dem Process Festival und dem FabLab DEZENTRALE Dortmund, Gemeinschaftslabor für Zukunftsfragen, einem Projekt von Fraunhofer UMSICHTE

Du bist auf der Suche nach einem weiteren Hackathon, bei dem du die nächste millionenschwere App entwickeln und nebenbei dein nächstes Start-Up gründen kannst? Dann bist du hier falsch!
 
In unserem Foolish Hackathon wollen wir die Dinge hinterfragen, die elementare Funktion des Produkts identifizieren – und diese entfernen! Wir schauen uns die Bauteile an und basteln zusammen etwas. Am Ende soll es sinnfrei, nutzlos und einfach nur verrückt sein. 
 
Am 1. September 2018 begannen wir um 10 Uhr mit einem intensiven vierstündigen Workshop. Wir schauten uns zuerst die typische Ausstattung eines zukünftig smarten Lebens an. Als Basis diente hierfür eine automatisierte Cocktailmaschine: Wir bauten Teile aus oder tauschten sie aus, programmierten die gesamte Maschine um, erweiterten sie aber auch willkürlich und wild um neue Funktionen.
 
Es gab einen praxisorientierten Crashkurs im Programmieren, falls keine Vorkenntnisse vorhanden waren. So konnte jede*r Teilnehmer*in auch eigene Ideen an der Cocktailmaschine oder mit einem eigenen Prototyp umsetzen. Dafür wurden genügend Microcontroller, Sensoren und Aktoren zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es Knete und einen 3D-Drucker, für eine schnelle Umsetzung von großen und kleinen Bauteilen. Anschließend wurden ab 14 Uhr die Gadgets für ein zukünftiges Not-so-smart Home im Rahmen des Hafenspaziergangs präsentiert. 
 
Eingeladen waren Künstler*innen, Aktivist*innen und alle Interessierten – mit und ohne Vorkenntnisse.
 
Process Festival 2018 – Pre-Event
Organisiert und veranstaltet wurde der Foolish Hackathon vom Büro medienwerk.nrw in Kooperation mit dem Process Festival und dem FabLab DEZENTRALE Dortmund, Gemeinschaftslabor für Zukunftsfragen, einem Projekt von Fraunhofer UMSICHT. Die Veranstaltung fand unter dem Motto des Process Festivals „Mensch <> Maschine“ statt und wurde mit einer kleinen Gruppe von ca. 10 Personen, die nicht zwingend programmieren mussten, durchgeführt.
 
Zeitplan: 10:00 – 14:00: Workshop | 14:00 – 16:00: Öffentliche Präsentation der Gadgets.

Weitere Informationen: dotprocess.org

Das Büro des medienwerk.nrw und die Veranstaltung wurden gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Träger des Büros: Hartware MedienKunstVerein, Dortmund

Aktuelle Taktiken des Netzaktivismus – Ein (de-)konstruktiver Workshop mit UBERMORGEN

Netzaktivismus

Aktuelle Taktiken des Netzaktivismus – Ein (de-)konstruktiver Workshop mit UBERMORGEN

PACT Zollverein
DO, 05.07.2018, 10:00-17:00 UHR

Büro medienwerk.nrwWorkshop

Ein Workshop des Büro medienwerk.nrw und des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste

#Black Lives Matter und #Metoo sind zwei Beispiele, wie digitale Öffentlichkeiten genutzt werden können, um auf gesellschaftspolitische Probleme von Diskriminierung und Ungleichheit hinzuweisen. Oftmals kommt es hierbei zu Verschränkungen von physischen und digitalen Räumen: Protestierende Körper formieren sich im urbanen Raum, die Bilder der Aktion zirkulieren in den sozialen Netzwerken um die Welt und erzeugen Aufmerksamkeit für das geteilte Anliegen.

Doch gleichzeitig formieren sich „auf der anderen Seite“ des politischen Spektrums ebenfalls neue, krautwüchsige, anarchisch-libertäre und aggressive Subkulturen im Netz wie bspw. Alt-Right in den USA und Identitäre in Europa, die auf Selbstorganisation einerseits und der Verachtung jeder Staatlichkeit andererseits basieren. Sie produzieren ebenfalls starke Bilder, die ein soziales Echo nach sich ziehen sollen. Hierbei stehen oftmals Kampagnen gegen Individuen oder öffentliche Institutionen im Mittelpunkt, in denen die Ansprache niederer Affekte den rationalen Austausch von Argumenten zugunsten einer beliebigen Konstruktion von Wirklichkeit ersetzt hat. Die Akteure dieser populistischen Kampagnen eignen sich die Taktiken der „Counter Culture“ an und wenden diese gegen die Idee einer pluralistischen, offenen Gesellschaft.

Der vom Landesbüro Freie Darstellende Künste und dem Büro medienwerk.nrw organisierte, eintägige Workshop möchte diese aktuellen Dynamiken des Aktivismus in einem flüssig gewordenen politischen Spektrum ergründen, möchte versuchen zu verstehen, welche Rolle die Strategie der Grenzüberschreitung heute spielt, wie die Künste auf diese Entwicklungen reagieren, worin die Kraft der aktuellen Bewegungen im Netz besteht – und wo ihre Grenzen liegen könnten. Verschiedene künstlerische Aktionsformen haben in den letzten Jahren versucht, sich ähnlicher Strategien zu bedienen. Die Teilnehmer*innen suchten, nach einem kurzen Input zu Beginn und der Diskussion einiger aktueller künstlerischer Projekte, im Anschluss selbst nach geeigneten Formen des Umgangs mit diesen Phänomenen. Die Teilnehmer*innen waren hier auch eingeladen, eigene Konzeptionen und Material mitzubringen, um bereits bestehende Arbeitsansätze im Verlauf des Tages weiterzuentwickeln.

Mit Hans Bernhard konnte eine außergewöhnliche Workshopleitung gewonnen werden. Seit diesem Jahr ist er zusammen mit lizvlx als UBERMORGEN das Professor*innen-Team für Netze an der Kunsthochschule für Medien Köln. Die beiden forschen und arbeiten z.Zt. unter anderem im Bereich „Binary Primitivism“ und interessieren sich für die Alt-Right-Bewegung und verwandte, rechte Netzkulturen global. Dabei untersuchen sie, was Transhumanismus mit Gamification in Social Media-Systemen und was Games als „eiskaltes“ Medium für ungeliebte Menschen mit der Rechten und ihrem revolutionären Potential zu tun haben.

Workshopleitung: UBERMORGEN | Input: Fabian Saavedra-Lara (Büro medienwerk.nrw)

UBERMORGEN: lizvlx (AT, *1973) und Hans Bernhard (CH/USA, *1971) sind zwei Künstler*innen, die mit Installation, Video, Code und Performance arbeiten: ‚doing strange things with software & hardware‘. Ihre frühen Arbeiten wurden als ‚Media Hacking‘ und ‚Online Performances‘ bezeichnet. Im Jahr 2000 wurde die Strategie hinter der Wahlstimmenverkaufsplattform Vote-Auction von der Libération als ‚un plan machiavélique‘ beschrieben. 2005 benannte die NZZ das Projekt Google Will Eat Itself als ’sachliche und perverse‘ Konzeptkunst.

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen von weiterkommen!, dem Qualifizierungsprogramm des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. weiterkommen! wurde im Rahmen der IKF (Individuelle KünstlerInnenförderung) vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Das Büro des medienwerk.nrw und die Veranstaltung wurden gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.  Träger des Büros: Hartware MedienKunstVerein, Dortmund

Dowse-Workshop mit Jaromil – ein künstlerischer Design&Hack-Workshop

Dowse WS
Dowse WS 2
Dowse WS 3

Dowse-Workshop mit Jaromil – ein künstlerischer Design&Hack-Workshop

REKORDER II, DORTMUND
Mi, 27.09.2017

Büro medienwerk.nrwWorkshop

„We should be able to manner your devices behaviour – but first you need to be aware of what they do!“ (Jaromil)

Im Rahmen seiner Workshopreihe Speculative Technologies lud das Büro medienwerk.nrw Studierende, Künstler*innen, Hacker und Maker ein, sich in einem eintägigen Workshop mit konkreten Hard- und Softwarelösungen für alternative Vorstellungen von Technologie zu beschäftigen.

Die Reihe Speculative Technologies eröffnete einem Raum für die Diskussion von Technoimaginationen jenseits von Kommerzialisierung und Kontrolle. Im Zentrum standen Strategien aus der digitalen Kultur und der Medienkunst, die Technologie auf den Prinzipien von offenen Systemen, Zugänglichkeit, Veränderbarkeit, vielseitiger Nutzbarkeit, Emanzipation und Selbstermächtigung denken. Ziel war hierbei nicht der bloße Konsum eines perfekt designten Produkts, sondern die Vermittlung eines kreativen Umgangs mit Technologie und des Wissens über ihre Funktionsweisen. Speculative Technologies fragte danach, welche „anderen“ Technologien vorstellbar sind.

Der Workshop im September richtete sich an Künstler*innen und Designer*innen, die z.B. mit ihren Installationen auf Netzwerktraffic reagieren und Dinge in Echtzeit miteinander kommunizieren lassen möchten, an Hacker, die sich mit Open Source, Kryptographie und intelligenten Proxys beschäftigen, und viele andere, die sich für einen ebenso kritischen wie künstlerischen und kreativen Zugang zu Technologie interessieren. Der Workshop wird geleitet vom italienischen Medienkünstler und Forscher Jaromil (https://jaromil.dyne.org/).

Er hat mit seiner unabhängigen Softwareschmiede Dyne.com u.a. ein Gerät entwickelt, das es uns erlaubt, die Aktivitäten in unseren Netzwerken aufzuspüren, Ressourcen mit Freund*innen und Nachbar*innen zu teilen und das eigene LAN zu schützen:
DOWSE ist eine auf Open Source- und Open Hardware-Prinzipien beruhende Erfindung, die sich auf einem kostengünstigen Board (wie einem Raspberry Pi oder einem OlinuXino) einrichten lässt.

Während des Workshops half Jaromil den Teilnehmenden, eine eigene Box zu erstellen und zusammen an Ideen für künstlerische Anwendungen zu arbeiten.

Weitere Informationen: www.dyne.org

Der Workshop fand im Arbeitsraum Rekorder II, Scharnhorststraße 68, in Dortmund statt.

Der Workshop wurde organisiert vom Büro medienwerk.nrw und ist Teil der Workshopreihe „Speculative Technologies“. Der Workshop wurde gefördert im Rahmen der Individuellen KünstlerInnenförderung (IKF) des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Das Büro medienwerk.nrw wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Träger des Büros: Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.

Virtual Desires

DREXCIYA – Detroit Techno, Aquanauten und die Politik des Dancefloors
VD
Ausstellungsansicht „Afro-Tech
DREXCIYA – Detroit Techno, Aquanauten und die Politik des Dancefloors

Virtual Desires

Universität Witten/Herdecke
FR, 30.07. – SO, 02.07.2017

Büro medienwerk.nrwWorkshop

Das Büro medienwerk.nrw und super_filme luden Studierende, angehende (Medien-)Künstler*innen und Wissenschaftler*innen ein, sich in einem zweiteiligen Workshop mit Technoimaginationen, dem Erforschen des subversiven Potentials des Virtuellen und alternativen Formationen von Gender und Begehren zu befassen. Der Workshop wurde geleitet von Anneliese Ostertag, Mitglied des warehouse-Projekts (http://warehouse.industries/). Mit Rahel Spöhrer und Samira Elagoz.

Der erste Block (30.06. – 02.07.2017, in deutscher Sprache) beschäftigte sich mit neuen Technologien, Texten und künstlerischen Positionen, die die Virtualisierung von Sehnsüchten und Post-Internet-Intimität zur Disposition stellen. Begleitet wurde dieser Block von Rahel Spöhrer, Mitbegründerin des Performancekollektivs THE AGENCY.
 
Der zweite Block (15. – 16.07.2017, in englischer Sprache) wendete sich dem Einüben von subversiven medialen Praktiken zu. Gemeinsam mit der finnisch-ägyptischen Künstlerin Samira Elagoz (http://www.samiraelagoz.com/) wurden Intimitätsverhältnisse und Begehrensstrukturen in neuen Medien untersucht und Formate erprobt, die die (Zurück-)Eroberung des virtuellen Raums in künstlerische Produktion übersetzten.

Der Workshop fand in den Räumlichkeiten der Universität Witten/Herdecke (Bahnhofstraße 48, 58452 Witten) statt. Nach Abschluss des Workshops erschien eine Online-Publikation der künstlerischen und wissenschaftlichen Ergebnisse.

Der Workshop wurde organisiert von super_filme e.V. und dem Büro medienwerk.nrw und war Teil der Workshopreihe „Speculative Technologies“ (Büro medienwerk.nrw) sowie des kuratorischen Online/offline-Projekts „warehouse“ (super_filme). Der Workshop wurde gefördert im Rahmen der Individuellen KünstlerInnenförderung (IKF) des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Das Büro medienwerk.nrw wurde gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. Träger des Büros: Hartware MedienKunstVerein, Dortmund.