Highlights aus dem medienwerk.nrw | Juli 2026
Liebe Freund*innen des medienwerk.nrw,
in Zukunft stellen wir Euch monatlich Highlights aus dem Netzwerk des medienwerk.nrw vor – mit einem Schwerpunkt auf Medienkunst. Ob Diskursveranstaltungen, Performances, Ausstellungen, Screenings, Workshops oder Forschungsprojekte: Die Medienkunst-Szene in NRW pulsiert vor Kreativität und Vielfalt! Taucht ein in eine spannende Welt und entdeckt, was unser Netzwerk zu bieten hat. Abonniert auch direkt unseren Newsletter und bleibt auf dem Laufenden.
Euer Team medienwerk.nrw

Bild: Victoria Tarak, aus dem laufenden künstlerisch-kuratorischen Forschungsprojekt O Ovo
Kunstverein Siegen, Kunstverein Bielefeld, Temporary Gallery | Symposium
Speculative Pen: Fabulating Institutional Futures
Donnerstag, 9. Juli bis Samstag, 11. Juli
Eintritt frei; Anmeldung bis 1. Juli unter info@temporarygallery.org.
Temporary Gallery, Mauritiuswall 35, Köln
Gemeinsam laden der Kunstverein Siegen, Kunstverein Bielefeld und die Temporary Gallery zum künstlerischen Symposium Speculative Pen: Fabulating Institutional Futures nach Köln ein. Drei Tage lang fragen Besucher*innen gemeinsam mit internationalen Gästen aus Kunst, Kuration und Forschung, wie Kunstinstitutionen zukunftsfähig, gerecht und vernetzt bleiben können – im Rahmen des Programms Übermorgen der Kulturstiftung des Bundes.
Mit Cane Adina Erzi, Alistair Hudson (online), Nina Möntmann, Tamarind Rossetti und Stephen Wright, Paulina Seyfried, Meghna Singh, Benjamin Seroussi, Kathy-Ann Tan, Fatoş Üstek (online) und Franciska Zólyom. Verpflegung durch AMA.TWI.
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Bild: Keren Levi, Drunter und Drüber, Foto: Robin Junicke
FFT Düsseldorf | Tanzperformance
Keren Levi: Drunter und Drüber
Samstag, 11. Juli, 15:00 Uhr
Eintritt: 10 € / 6 € (ermäßigt)
FFT Düsseldorf, Bühne II, Konrad-Adenauer-Platz 1, Düsseldorf-KAP1
Bei einer Kissenschlacht entdecken zwei Freundinnen eine Schatzkarte. Diese führt sie in eine fantasievolle Welt, die auf dem Kopf steht. Dort ist alles im Fluss: Bewegungen und Bilder treffen in Form von Tanz, Live-Video und Animation aufeinander. Vor den Augen des Publikums entfaltet sich eine wundersame, abenteuerliche Schatzsuche. Drunter und drüber ist eine Geschichte über Freundschaft und die Kraft der Fantasie.Mit dieser Performance entwickelt Keren Levi erstmals ein Tanzstück für Kinder am FFT. Die eigenwilligen Performances der in den Niederlanden lebenden Choreografin verbinden verschiedene Künste und Medien. Musik, Tanz und Video spielen dabei eine wichtige Rolle. Höchste Zeit also, dass auch sehr junge Zuschauer*innen in diese Bewegungs- und Bildwelt von Keren Levi eintauchen. Das FFT produziert das Stück mit Tänzerinnen aus NRW, die mit Keren Levi zusammenarbeiten. Die Inszenierung ist ein Angebot für Familien, Kitas und Grundschulen.
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Bild: SK Stiftung
SK Stiftung | Screening
Best Of SK Stiftung Kultur – 50 Jahre Jubiläum (no.1)
Montag, 13. Juli, 20:00 Uhr
Eintritt: 9 €
Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, Köln
Ein besonderer Anlass, ein besonderer Kurzfilmabend. Wir zeigen Highlights aus drei Jahrzehnten kuratorischer Arbeit. Jahr für Jahr sichtet das Team eine Vielzahl internationaler Kurzfilme und entwickelt daraus eigene, genreübergreifende Programme. Gezeigt werden Werke mit scharfem Blick, eigenwilliger Handschrift und starken Bildern – Arbeiten, die nachwirken. Spielfilm, Dokumentation, Animation, Experimentalfilm und Musikvideo aus den ersten 1990er-Jahren bis heute.
Ein ebenso unterhaltsamer wie vielschichtiger Abend, der unterschiedliche Tonlagen miteinander verbindet und den Kurzfilm in seiner vollen Spannbreite erlebbar macht. Eine Gelegenheit, verpasste Highlights nachzuholen oder bekannte Größen noch einmal aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Kuratiert von Birgit Hauska und Simon Rupieper.
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Bild: Kunsthochschule für Medien Köln
Kunsthochschule für Medien Köln | Rundgang
Rundgang 2026
Mittwoch, 15. bis Sonntag, 19. Juli
Eintritt frei
KHM, Heumarkt 14 & Filzengraben 2, Köln
Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) lädt vom 15. bis 19. Juli 2026 herzlich zum Rundgang 2026 ein. Die traditionelle Jahresausstellung präsentiert ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerten, Performances und Lesungen. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten von Studierenden und Diplomand*innen des Studiengangs „Mediale Künste“.
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Foto: Binh Minh Dao | Ichbing
HMKV (Hartware MedienKunstVerein) | Konzert
Jubiläumsparty: 30 Jahre HMKV
24. Juli 2026, 19:00 – 22:00 Uhr
Eintritt frei
Sommer am U Bühne, Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, Dortmund
Der HMKV feiert 2026 sein 30-jähriges Bestehen und lädt am 24. Juli zur Sommer-am-U-Bühne ein. Ab 20 Uhr treten die Bands Die Jugend von Gestern (Dortmund) und GRENZKONTROLLE (Köln) auf. Bereits ab 19 Uhr sorgt ein DJ-Warm-up von Lera Zagrevskaya für den Auftakt.
Beide Bands verbindet mit dem HMKV die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen der Gegenwart. Während GRENZKONTROLLE diese Fragen mit Post-Punk verhandelt, verarbeitet Die Jugend von Gestern emotionale und politische Spannungen in einem Sound zwischen hypnotischen Gitarren und traumartigen Texten. Der Abend bietet Gelegenheit, gemeinsam auf 30 Jahre HMKV zurückzublicken, Erinnerungen auszutauschen und das Jubiläum zu feiern. Die Ausstellung Robotron. Arbeiterkasse und Intelligenz ist noch bis zum 27. Juli 2026 zu sehen.
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Bild: Akiko Hada und Carefuffle, The Fall of a Queen, or The Taste of the Fruit to Come, 1991/2026. Videostill © Akiko Hada und Carefuffle
IMAI – Inter Media Art Institute | Forschungsprojekt
Re-Accessing Audiovisual Archives
Seit Januar 2026 forscht Judith Greitemann am Düsseldorfer IMAI – Inter Media Art Institute als Forschungsvolontärin an ihrem Projekt Re-Accessing Audiovisual Archives: „Aesthetics of Access“ als künstlerisches Verfahren ableismussensibler Erschließung für Videokunst. Die Kooperation mit dem Lehrstuhl für Digitale Künste und Kulturvermittlung der Universität Witten/Herdecke untersucht, wie digitale Videoarchive barrierefrei gestaltet werden können. Im Zentrum steht das Video-Online-Archiv des IMAI mit über 1.200 Videoarbeiten aus den 1960er-Jahren bis heute.
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Bild: © Neele Hruby, Akademie für Theater und Digitalität
Akademie für Theater und Digitalität | Residenzprogramm
Ein Eisblock als zentraler Akteur
Eine Gruppe von sieben Artists widmete sich Mitte Juni während einer Residenz an der Akademie für Theater und Digitalität der Beziehung zwischen Körper, Eis und digitalen Medien. Durch die Verbindung von schmelzendem Eis, Klangkomposition, Video-Mapping und audioreaktiven Projektionen entstand ein immersiver Erfahrungsraum, in dem Fragen von Erinnerung, Zeitlichkeit und Wahrnehmung auf eindrucksvolle Weise verhandelt werden. Die „Glacenotes“ Residenz fand im Rahmen des Digital Theatre Programme der ETC statt und brachte Künstler*innen aus Rennes, Venedig und Dortmund zusammen.
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Bild: Jon Rafman, Main Stream Media Work, 2025, Video still, Courtesy of the artist and Sprüth Magers
Tipp aus NRW
K21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen | Ausstellung
Jon Rafman
Noch bis zum 27. September 2026
Eintritt: 14 € / 12 € (ermäßigt)
K21, Ständehausstraße 1, Düsseldorf
Jon Rafman (geb. 1981 in Montreal) gehört zu den bedeutendsten Künstlern, die sich mit dem digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Seine Videos, Filme und immersiven Installationen untersuchen, wie die digitale Kultur Begehren, Identität und Erfahrung neu prägt. Rafmans künstlerische Praxis verbindet virtuos erzählte Geschichten mit digital erzeugten Bildwelten, in denen Gegensätze wie Aufrichtigkeit und Ironie, Schönheit und Groteske, Verbundenheit und Entfremdung nebeneinander existieren. Dabei greift er auf Internet-Subkulturen, virtuelle Welten und KI-generierte Bilder zurück. Rafman schafft künstliche Realitäten, die zugleich verführerisch und verunsichernd wirken. Main Stream Media in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum. In immersiven, raumfüllenden Installationen gibt sie einen Überblick über Rafmans Schaffen seit 2008. Neben seinen frühen Werken sind auch spätere Arbeiten wie das Video in Spielfilmlänge Dream Journal 2016-2019 (2019) zu sehen, das 2019 auf der 58. Biennale in Venedig gezeigt wurde. Rafmans jüngstes Werk, Main Stream Media Network (2025), beschwört mit KI-generierten Musikvideos das kulturell einflussreiche MTV der 1980er-Jahre herauf.
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