Podcast behind the screens – behind the scenes | Leaky Archive

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Podcast behind the screens – behind the scenes | Leaky Archive

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Zahlreiche Projekte wurden im Rahmen der neuen Förderprogramme Medienkunstfonds und Medienkunstfellows ausgewählt. Was sie alle verbindet? Ein kooperatives Mindset und die Ambition, mit Medienkunst und digitaler Kultur aktuelle Fragen und Entwicklungen im Bereich von Kunst, Technologie und Gesellschaft zu untersuchen. Welche Gedanken und Ziele noch hinter den Projekten von Kunst- und Kulturinstitutionen sowie Initiativen aus ganz NRW stecken, möchte Journalistin Sophie Emilie Beha auch in der zweiten Staffel des Podcasts von den Beteiligten selbst erfahren. Sie spricht in behind the screens – behind the scenes mit Künstler*innen, Kurator*innen und Wissenschaftler*innen aus NRW über Themen, die sie angehen und die sie berühren. Es wird gemeinsam geforscht: nach dem Wesentlichen, dem Verborgenen, Reibungspunkten und Schnittstellen zur Gesellschaft, die sich in den Projekten finden lassen.

Folge 10: Leaky Archive

Wie lassen sich (post-)koloniale Strukturen in Museumssammlungen überwinden? Sophie Emilie Beha spricht in der neuen Podcast-Folge mit der Kuratorin Agustina Andreoletti über das Projekt Leaky Archive des Rautenstrauch-Joest-Museums (RJM) in Köln. Das Projekt, das im Rahmen des Förderprogramms Medienkunstfonds des Landes NRW in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln entwickelt wurde, beschäftigt sich mit der Frage, wie Zugänge zu und die Arbeit mit kolonialen Archiven, Sammlungen und Datenbanken mit Hilfe von künstlerischen Interventionen verändert und geöffnet werden können. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partner*innen, Künstler*innen und Kolleg*innen untersucht Leaky Archive in digitalen Fellowships, transdisziplinären Worksessions, Edit-a-thons und einer Ausstellung unterschiedliche Möglichkeiten, die Sammlung und Datenbank des RJM in eine multiperspektivisch-vielstimmige Plattform zu verwandeln. Aber: Wie offen können Institutionen wirklich sein? Im Gespräch mit der Projektleiterin Agustina Andreoletti erfährt die Journalistin Sophie Emilie Beha mehr über das Projekt und besucht die Ausstellung sowie das Museumsdepot des RJM, das zurzeit mehr als 165.000 Objekte beherbergt.

Agustina Andreoletti ist eine Kulturarbeiterin und Kuratorin aus Buenos Aires, Argentinien. Ihre Projekte stehen im Zusammenhang mit Konzepten des Technokolonialismus, der Selbstorganisation, der Infrastruktur der Macht und ihrer Verteilung sowie Ermächtigung. Von 2020 bis 2023 arbeitete sie am Rautenstrauch-Joest-Museum, wo sie das Projekt Leaky Archive initiierte und leitete. Sie ist Doktorandin an der Universität zu Köln, wo sie sich mit der Digitalisierung des kolonialen Erbes und transkontinentalen Kooperationen beschäftigt.

Sophie Emilie Beha ist multimediale Musikjournalistin. Sie arbeitet in verschiedenen Kontexten, darunter Musik, Text, Sprache, Kuration, Improvisation, Dramaturgie und Poesie. Sophie moderiert Festivals, Konzerteinführungen, Podcasts und Podiumsdiskussionen. Darüber hinaus ist sie Autorin und Moderatorin für verschiedene öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. Sie kuratiert außerdem interdisziplinäre Veranstaltungen, realisiert transmediale Kompositionen und arbeitet als Dramaturgin für Ensembles.