STAGING COMPLEXITY – Ein Labor zu Kunst und Theater im digitalen Zeitalter

Staging Complexities
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STAGING COMPLEXITY – Ein Labor zu Kunst und Theater im digitalen Zeitalter

DO, 19.03.2020, 11:00 – 17:00 UHR
ONLINE

Büro medienwerk.nrwKonferenz

Aufgrund der Entscheidungen der Stadt Dortmund zum Umgang mit COVID-19 war das ursprünglich geplante mehrtägige Präsenzlabor nicht möglich. Somit wurden die Potenziale und Grenzen der Digitalität in einem konzentrierten Online-Symposium am 19.03.2020 ausgetestet.


Digitale Technologien verändern seit längerem die Art und Weise, wie wir denken, arbeiten, lieben, kommunizieren und zusammenleben. Algorithmen regeln den Verkehrsfluss, soziale Netzwerke schaffen neue Beziehungsformen und Managementsysteme optimieren den Arbeitsablauf. Die Digitalität prägt damit auch künstlerische Inhalte, transformiert etablierte Darstellungsweisen und bringt neue Kunstformen hervor. Wie reflektieren und erforschen Theater und Kunst diese tiefgreifenden Veränderungen?

Im Rahmen eines öffentlichen Online-Symposiums wurde die digitale und vernetzte Gegenwart analysiert. Es wurden das Potenzial, aber auch die Grenzen des Digitalen in Gesellschaft, Kultur und Kunst befragt: Wie wirkt sich der digitale Wandel auf unsere alltäglichen sozialen Praktiken aus? Wie auf künstlerische Erzähl- und Gestaltungsweisen? Was heißt dies für Regisseur*innen, Videokünstler*innen, Schauspieler*innen oder Musiker*innen? Was für ihr Publikum? Wie erleben wir Kunst und kulturelle Praktiken, die sich nicht nur einzelner technischer Hilfsmittel bedienen, sondern in computergenerierten Umwelten beheimatet sind?

Diana McCarty eröffnete das Symposium mit der Frage nach techno-feministischen Handlungs- und Organisationsweisen, Anja Breljak setzte sich mit der Tatsache auseinander, dass Computertechnologien zum festen Bestandteil unserer Intimsphäre geworden sind, Christian Sievers und Régine Debatty fragten, wie Künstler*innen auf Dispositive von Unsicherheit, Kontrolle und Prekarisierung reagieren und Philipp Jonathan Ehmann diskutierte, wie soziale Netzwerke und Computerspiel Narrative in den darstellenden und bildenden Künsten verändern. Nicht zuletzt schuf das Symposium Raum für Diskussionen und Austausch über Visionen und Ängste in digitalen Zeiten.

Zum technischen Ablauf: Am Tag des Symposiums wurde ab 10 Uhr ein Link zur Teilnahme am Symposium geschaltet. Die aktive Teilnahme über den Browser im Rahmen eines Webinars über den Telekommunikationsanbieter Zoom war gewährleistet. Zur aktiven Beteiligung an den Diskussionen, war ein Rechner mit Mikrofon und ggf. Webcam Voraussetzung. Inhaltliche Fragen durften an labor@cheersforfears.de gerichtet werden. Zudem wurde am Tag selbst eine Telefonnummer veröffentlicht, die bei technischen Fragen genutzt werden durfte.
Mehr Infos zur Veranstaltung

Programmablauf für Donnerstag, den 19. März 2020

11:00Begrüßung
Michael Eickhoff (Akademie für Theater und Digitalität, Theater Dortmund)
Sina-Marie SchnellerJascha Sommer (Cheers for Fears)
Klaas Werner (Büro medienwerk.nrw)
11:30Intervention I und Diskussion
Diana McCarty: Be(coming) media – Techno-Feminist Pasts, Presents & Potentials
(ENG)
12:30Intervention II und Diskussion
Anja Breljak: Staging Affect? Digitalisierung als/in sozio-affektive/n Prozesse/n
(DE)
13:30Pause
14:30Tele-Panel: Künstlerischer Umgang mit (post)digitalen Herausforderungen
Christian Sievers: Trackedness. Der Traum von Kontrolle, der Umgang mit
Unsicherheit – und was die Kunst daraus macht (DE)
Régine Debatty: Where are the click-luddites? (ENG)
Philipp Jonathan Ehmann: Multimediatheater – ganz ohne Medien, ganz ohne
Theater (DE)
16:00Pause
16:15Diskussion zum Tele-Panel
17:00Ende


Das Online-Symposium Staging Complexity wurde veranstaltet von Cheers for Fears in Koproduktion mit der Akademie für Theater und Digitalität, dem Theater Dortmund und dem Büro medienwerk.nrw (Träger: Hartware MedienKunstVerein). Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie der Kunststiftung NRW.